Haiti: Kolumbianischer Ex-Offizier wegen Mord an Haitis Präsident verurteilt

Ein ehemaliger kolumbianischer Armeeoffizier ist in den USA zu
lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er eine tragende Rolle bei der
Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse im Jahr 2021
gespielt hat. Der 45-jährige Germán Alejandro Rivera García hatte sich
im September vor einem Bundesgericht in Miami (Bundesstaat Florida)
schuldig bekannt, das Komplott mitgeplant und unterstützt zu haben.

Verschwörer hofften auf lukrative Aufträge unter einem Nachfolger

Die
Verschwörung wurde der Staatsanwaltschaft zufolge sowohl in Haiti als
auch in Florida geplant und sah zunächst vor, Söldner anzuheuern, die
Moïse entführen sollten. Später änderten die Auftraggeber demnach den
Plan und ordneten seine Ermordung an. Laut den Ermittlern hatten die
Verschwörer gehofft, unter einem Nachfolger von Moïse lukrative Aufträge
zu erhalten. Der 53-Jährige wurde am 7. Juli 2021 in seinem Privathaus
in der Nähe der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince getötet.

Laut
Gerichtsdokumenten gehörte Rivera García einem Konvoi an, der an diesem
Tag zu Moïses Haus fuhr. Er sei es gewesen, der die Information
weitergegeben habe, dass das Ziel der Aktion nicht die Entführung,
sondern die Ermordung des Präsidenten war.

Bereits im Juni war
der haitianisch-chilenische Geschäftsmann Rodolphe Jaar wegen seiner
Beteiligung an dem Komplott zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im
Dezember wird das Urteil gegen den ehemaligen haitianischen Senator John Joël Joseph erwartet. Acht weitere Angeklagte erwarten ihre Prozesse in
den Vereinigten Staaten im kommenden Jahr.

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